Mamas und ihr Garten: Selbstfürsorge für Familien

WEnn Mamas über 
sich hinaus wachsen

DEN EIGENEN GARTEN WIEDER SEHEN

Den eigenen Garten wieder sehen.

Ein guter Gärtner beginnt seinen Tag nicht damit,

einfach loszurennen.

Er bleibt kurz stehen.

Er schaut.

Wo braucht heute etwas Wasser?

Wo wächst bereits etwas Schönes?

Welche Pflanze braucht gerade Aufmerksamkeit?

Genauso ist es mit uns.

Wenn wir nur funktionieren,

verlieren wir irgendwann

den Blick

für unseren eigenen Garten.

Selbstwahrnehmung bedeutet,

wieder hinzusehen.

Nicht um alles sofort zu verändern.

Sondern überhaupt wieder wahrzunehmen.

Ein Beet nach dem Anderen

Kein Gärtner

läuft fünfmal

zum selben Beet,

weil unterwegs

immer wieder etwas anderes ruft.

Er gießt.

Dann geht er weiter.

Unser Kopf macht oft genau das Gegenteil.

Während wir das Frühstück machen,

denken wir schon

an den Einkauf.

Beim Einkaufen

an die Wäsche.

Bei der Wäsche

an morgen.

Am Ende

ist alles angefangen.

Aber kaum etwas

wirklich abgeschlossen.

Jede offene Aufgabe

bleibt wie ein offenes Gartentor

in unserem Kopf.

Deshalb üben wir,

Aufgaben zu schließen.

Nicht perfekt.

Sondern vollständig.

Ein Beet.

Dann das nächste.

Offene Tore schließen

Kennst du das Gefühl,

wenn du eigentlich

nur kurz

etwas erledigen wolltest?

Dann ruft ein Kind.

Das Handy klingelt.

Die Waschmaschine piepst.

Und plötzlich weißt du gar nicht mehr,

was du ursprünglich machen wolltest.

Unser Gehirn liebt abgeschlossene Dinge.

Jede erledigte Aufgabe

gibt Ruhe.

Jede offene Aufgabe

kostet Energie.

Deshalb fragen wir uns immer wieder:

Was bringe ich jetzt bewusst zu Ende?

Nicht,

um mehr zu schaffen.

Sondern,

damit wieder Platz

für den nächsten Gedanken entsteht.

Der Garten wächst gemeinsam

Kein Obstbauer

bewirtschaftet

einen großen Hof

ganz alleine.

Familie bedeutet,

gemeinsam Verantwortung zu tragen.

Kinder dürfen helfen.

Partner dürfen unterstützen.

Und manchmal

dürfen wir einfach sagen:

"Kannst du das heute übernehmen?"

Nicht,

weil wir schwach sind.

Sondern,

weil Gemeinschaft

Wachstum leichter macht.

Sprache ist das Wasser
 

Ein Gärtner

zieht nicht an einer Pflanze,

damit sie schneller wächst.

Er gibt ihr,

was sie braucht.

Auch unsere Worte

sind wie Wasser.

Sie können Mut wachsen lassen.

Oder Zweifel.

Deshalb lernen wir,

so zu sprechen,

dass Verbindung entsteht.

  • Mit dem WWW-Modell.
  • Mit Zuhören.
  • Mit Verständnis.

Und mit Worten,

die wachsen lassen.

Der Gärtner macht auch mal Pause

Meine Oma

hat vier Kinder großgezogen.

Auf dem Obsthof mitgearbeitet.

Und jeden Mittag

gab es eine Selbstverständlichkeit:

Pause.

Nicht,

weil nichts mehr zu tun gewesen wäre.

Sondern,

weil neue Kraft

genauso wichtig war

wie gute Arbeit.

Heute weiß ich:

Zwischen Ablenkung

und Erholung

liegt ein großer Unterschied.

Unser Körper

braucht manchmal

gar nicht viel.

Nur einen Moment,

um wirklich anzukommen.

Mein Wunsch

Ich wünsche mir,

dass Eltern

nicht versuchen,

perfekt zu sein.

Sondern aufmerksam.

Dass sie lernen,

ihren eigenen Garten

genauso selbstverständlich zu pflegen

wie den ihrer Kinder.

Denn nur,

wenn dein eigener Garten

Wasser,

Ruhe

und Aufmerksamkeit bekommt,

kannst du auch anderen etwas davon schenken.

Es muss kein Mittagsschlaf sein.

Manchmal reichen

fünf Minuten,

in denen du nicht zum Handy greifst,

sondern wirklich Pause machst.

Nicht Ablenkung.

Sondern Erholung.

Denn wenn dein Akku wieder voller wird,

profitieren am Ende alle davon.

Du.

Deine Kinder.

Dein Partner.

Und eure gemeinsame Zeit.

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